SATIREN :: Günther Rabl

3 verpasste Lebensläufe

1)
geb. 1948 in Wiener Neustadt
Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter und Bierführer in Mödling.
Ab 1967 Mitglied in einer Tanzcombo (elektrische Orgel)
1971 erste Kontakte mit Zwölftonmusik (Josef Mathias Hauer)
Seither intensive Auseinandersetzung damit, sowie mit Astronomie und Kosmologie.
Wichtigste Werke:
Zwölfton-Blues (1971)
2 Zwölftonspiele für Klarinette solo (1979)
Weltharmonie für Streichquartett und elektrische Orgel (1983)

2)
geb. 1931 in Wien
1938 Emigration der Eltern nach Amerika
Studium der Architektur, Biogenetik, Komposition und Informatik an der Cleveland-University (Ohio)
1975 Auszeichnung mit dem Julius Springer-Preis (Architektur)
1977 1. Preis beim Wettbewerb für neue Kammermusik in Lübbeck
1981 Teilnahme am Festival di Bretagno
Seit 1978 Lehrstuhl für Angewandte Biologie in Toronto.
Werke:
1955 Tropoklepsis (für grosses Orchester)
1961 Paraphonie (für kleines Orchester)
1972 FX-$12A (Computermusik)
1974 The Purple Rose (Ballettmusik)

3)
geb. 1959 in NewYork
Längere Zeit verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Tellerwäscher und Erdnussverkäufer in der Bronx. Dabei lernte er auch die afro-amerikanische Kultur kennen, die einen grossen Einfluss auf sein späteres Schaffen ausübte. Seine Karriere begann, als ihm eine Tante ein Saxofon schenkte, sowie ein Ticket nach München. Von da an gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der NewYorker Off-Szene zwischen Graz und Wels.

 


© Günther Rabl 1989
Dieser Text versteht sich als literarisches Kunstwerk.
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