NOTIZEN :: Günther Rabl :: Braunes Heft (1984)

 

 

"Politisch" gesehen ist die
Musik eine Hauswand, auf
die man jede Parole
schmieren kann.
Es gibt keine "politische
Musik", höchstens:
politisch missbrauchte Musik.
Vollends der Künstler kann
in seinem Schaffen nicht
politisch sein. Mit jedem
neuen Werk muss er sein
Weltbild aufgeben - es
ist das Pfand, das die
Inspiration von ihm
fordert.
Mit vorgefassten Tendenzen
Kunstwerke schaffen - das
kommt über das Oberlehrerhafte
nicht hinaus.

 

Was Kirche und Staat
verbinden, darauf
gäbe ich höchstens
drei Jahre Garantie.

 

Tatendrang:
etwas Wunderbares -
tagelang sitze,
liege und stehe ich
untätig herum und geniesse
meinen Tatendrang !

 

 


© Günther Rabl 1984
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