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Von einem der Phantome, deren Gesichter uns seit Jahrzehnten auf Schritt und Tritt verfolgen, ohne dass man sagen könnte, warum und wozu (Stichwort 'Musical'), oder auch nur, ob zu diesen Gesichtern tatsächlich dazugehörige Wesen aus Fleisch und Blut unter uns wandeln, hiess es kürzlich in einer lokalen Zeitung, es (nämlich 'er') könne auf eine 'fünfundzwanzigjährige Karriere zurückblicken'.
Das ist es. Treffender ist das Phänomen nie charakterisiert worden. Es geht nicht vor, es geht nicht zurück, aber sie bewegt sich doch: die permanente Karriere. Ungefähr so spannend, wie das stehende Glissando, ein fades Unikum, dafür dutzendweise. Vom Ziel der Karriere ist schon deshalb nicht die Rede, weil es nicht existiert und nie existiert hat. 'Weg ist das Ziel' - wie man an jedem Citroen lesen kann, dessen Heckscheibenwischer in Ruhelage das unnötige 'der' verdeckt - und zwar von Anfang an. Der Rest ist kommunale Medienpolitik (Magistratsabteilung 77, Schlaglochpflege).
Armes Schwein ! Ich möcht nicht in seiner Haut stecken (sofern es eine hat). Aber mit nur einem Prozent der Summen, die anlässlich der Pflege derartiger stehender Karrieren verschoben werden, könnten sämtliche Werte schaffenden Kräfte des Landes ernährt werden. Ich meine die freien Handwerker und die Bauern und die selbstbestimmten Gelegenheitsarbeiter und nebbich auch ein paar Künstler.
© Günther Rabl 2006
Dieser Text versteht sich als literarisches Kunstwerk.
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